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Der «ausgewogene Teller»

  • Autorenbild: Nadia Mullis
    Nadia Mullis
  • 20. Okt.
  • 3 Min. Lesezeit

Der heutige Montag ist ein besonderer Tag für all diejenigen, die an einer gesunden und unkomplizierten Ernährung interessiert sind: Das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen hat gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung das überarbeitete Tellermodell lanciert. Damit wird es uns Konsumentinnen und Konsumenten noch einfacher gemacht, unsere Essgewohnheiten ausgewogen zu gestalten – und das auf alltagstaugliche und einfach umzusetzende Weise.

Beim Tellermodell handelt es sich nicht um ein gänzlich neues Konzept, sondern um eine Veranschaulichung, die sich schon seit vielen Jahren bewährt hat. Am heute veröffentlichten Tellermodell neu ist hingegen, dass es sich an den Ernährungsempfehlungen orientiert, die im letzten Jahr aktualisiert wurden. Es ist somit der logische Schritt, der auf die neue Schweizer Lebensmittelpyramide folgt. Mehr dazu findest du in meinem Beitrag vom 12. September 2024: Neue Schweizer Ernährungsempfehlungen für Erwachsene vom Jahr 2024

Eine Kernaussage des neuen Modells ist die einfach anzuwendende Regel, wonach eine ausgewogene Hauptmahlzeit aus je zwei Teilen Gemüse und Kohlenhydraten sowie einem Teil Proteinen bestehen sollte. Die Anwendung dieser Formel auf einen «normalgrossen» Teller, kombiniert mit einer abwechslungsreichen Lebensmittelauswahl, begünstigt die optimale Versorgung mit Energie sowie Nährstoffen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit.


Nadia Mullis

 Selbstredend ist das beschriebene Verhältnis nicht in Stein gemeisselt. Es steht als Richtwert zur Zubereitung der Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) und muss bei Bedarf den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Hast du beispielsweise einen körperlich anstrengenden Beruf oder viel Bewegung im Alltag? Dann würde es in deinem Fall allenfalls Sinn machen, den Protein- und Stärkeanteil jeweils leicht zu erhöhen. Oder bist du jemand, der aufgrund eines verminderten Appetits mit Untergewicht kämpft? Dann sollte die Gemüsemenge reduziert werden, damit du auf jeden Fall eine ausreichend grosse Menge Protein zu dir nimmst. Unabhängig von deinen individuellen Bedürfnissen: Mit dem Modell des ausgewogenen Tellers lässt sich jederzeit eine gesunde und ausgewogene Hauptmahlzeit zusammenstellen.

Das heute lancierte neue Tellermodell eröffnet die Möglichkeit, uns anhand von klaren Empfehlungen ausgewogen und damit gesund zu ernähren. Doch wie kann es konkret in die Praxis umgesetzt werden? Egal ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen: Es gilt immer die Faustregel «Je zwei Teile Gemüse und Kohlenhydrate und ein Teil Proteine.» Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Je bunter und abwechslungsreicher du deine Mahlzeiten gestaltest, desto besser. Falls du nach Inspiration suchst oder ein bestimmtes Ziel erreichen möchtest, kann ich dir meine neue Dienstleistung www.meinmenüplan.ch empfehlen. Gerne erstelle ich für dich einen individuellen, auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnittenen Menüplan – wobei ich mich selbstverständlich an den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung und somit am neuen Tellermodell orientiere.

Und wie sah die praktische Umsetzung heute Mittag bei mir aus? Da ich vom Wochenende noch gekochte Kartoffeln übrighatte, habe ich mich für einen Schweizer Klassiker entschieden: Rösti mit Spiegelei. Im Sinne des neuen Tellermodells hat das wie folgt ausgesehen:

Rezept für 4 Personen

•            Gekochte Kartoffeln

•            4 Eier

•            Gemüse (bei mir war es Brokkoli)

•            Nach Belieben 4–8 EL Hüttenkäse

Kartoffeln reiben, in einer Bratpfanne auf wenig Fett zu einem Kuchen formen und von beiden Seiten anbraten. Den Brokkoli dämpfen und als letzter Schritt die Eier ebenfalls auf wenig Fett braten. Alles auf einem Teller anrichten und dabei darauf achten, dass der Rösti-Anteil in etwa demjenigen des Brokkolis entspricht. Um den Proteinanteil etwas zu erhöhen und als Alternative zum zuckerhaltigen Ketchup, mit 1-2 EL Hüttenkäse servieren.


Wer keine Rösti mag oder nach weiteren Inspirationen sucht, findet auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung zahlreiche, auf die neuen Empfehlungen abgestimmte Rezeptideen: Rezepte | Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE Von einfach und traditionell bis zu aufwändig und exotisch: Das neue Tellermodell lässt sich dank seiner Einfachheit und Flexibilität immer anwenden.

Nadia Mullis

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